BannerDogsWebsite

Samojede

 

Widerrist: Rüde 57 cm (+/- 3 cm), Hündin 53 cm (+/- 3 cm)
Gewicht: Rüde 20-25 kg, Hündin 16-20 kg
Charakter: freundlicher, aufgeschlossener Familienhund
UrsprungslandRussland
Fell: Reinweiß, cremefarben oder weiß mit Bisquit

 

Beschreibung

Obwohl Samojeden eigentlich Arbeitshunde sind, werden sie hauptsächlich als Haus-, Familien- oder Ausstellungshunde sowie gelegentlich im Hundesport, bei-spielsweise in Agility, mit gutem Erfolg eingesetzt. Seltener werden sie als Schlittenhunde bei Schlittenhunderennen verwendet, da sie zwar sehr ausdauernd, aber weniger schnell als Huskys und weniger kräftig als ein Malamute sind.

 

Geschichte

Die Rassebezeichnung „Samojede“ ist von den Samojeden-Stämmen abgeleitet, die in Nordrussland und in Sibirien beheimatet waren.  Die in den südlichen Teilen der genannten Regionen lebenden Stämme verwendeten weiße, schwarze und braun gefleckte Hunde zum Hüten ihrer Rentierherden; in den nördlichen Teilen waren die Hunde reinweiß und sanftmütig und wurden als Jagd- und Schlittenhunde eingesetzt. Die Hunde der Samojeden lebten in enger Beziehung zu ihren Eigentümern; sie schliefen sogar in deren Zelten und wärmten sie.

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden Samojeden-Hunde von europäischen und amerikanischen Forschern in Arktis und Antarktis als Schlittenhunde genutzt. Eine frühe Erwähnung der Vorfahren heutiger Samojeden findet sich in den Berichten zur gescheiterten Nordpol-Expedition von Fridtjof Nansen von 1894; die Tiere werden als sehr ausdauernd beschrieben, sie könnten 95 Kilometer in einer Strecke zurücklegen, ohne gefüttert zu werden. Bei der Expedition von Amundsen von 1911 erlangte der Samojeden-Hund erstmals eine gewisse Berühmtheit. Er war das erste Nutztier, das den Südpol erreichte. In der konkurrierenden Südpol-Expedition von Robert Falcon Scott von 1911 wurden vor allem Ponys verwendet, was als einer der Gründe für das Scheitern dieser Expedition angesehen wird.
 

Zum Rassestandard

Der Samojede wird häufig verwechselt mit weißen Exemplaren des Großspitzes (Deutscher Spitz), des American Eskimo Dog oder auch des Wolfsspitzes, die ebenfalls einen spitzen Fang und Stehohren haben. Der Samojede ist eine nordische Rasse und mit den Spitzen verwandt, teilt deren Wesensmerkmale als Wach- und Hofhund aber nicht.

Als nordische Rasse wird der Samojede gelegentlich auch mit dem Husky verwechselt; dieser hat jedoch in der Regel ein graues Fell und blaue Augen, während Samojeden immer weißes Fell und braune bis braunschwarze Augen haben und das Fell viel länger ist als das des Huskys, bei dem das zu lange Fell ein zuchtausschließender Fehler ist. Beiden gemeinsam ist der Jagdtrieb, der aber durch erzieherische Maßnahmen unter Kontrolle gebracht werden kann. Gelegentlich ist auch eine Verwechslung mit weißen Eurasiern möglich, doch ist Weiß als Farbe bei Eurasiern ein zuchtausschließender Fehler, sie sind dementsprechend selten.
Da zur Züchtung des Eurasiers – neben Wolfsspitz und Chow-Chow – auch
Samojeden eingesetzt wurden, handelt es sich hier um sehr enge Verwandte.

Der Samojede ist ein mittelgroßer, eleganter, weißer arktischer Spitz, der den Eindruck von Kraft, Ausdauer, Geschmeidigkeit, Würde und Selbstvertrauen gepaart mit Charme vermittelt. Sein charakteristischer Ausdruck, das sogenannte „Lächeln“ , wird erzeugt durch die Kombination der Augenform und Augenstellung mit den in sanfter Kurve nach oben gerichteten Lefzenwinkeln. Der jeweilige Geschlechtstyp sollte deutlich erkennbar sein.

Er ist freundlich, aufgeschlossen, munter und lebhaft mit sehr gering ausgeprägtem Jagdinstinkt. Keinesfalls scheu oder aggressiv. Sehr gesellig; als Wachhund ungeeignet.

Joomla Template by Joomla51.com